Das Projekt

Während des zweiten Weltkriegs war Stanisław Dobosiewicz (1910-2007) Häftling im Konzentrationslager Gusen. Nach dem Krieg engagierte er sich viele Jahre lang für die Gemeinschaft der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagerkomplexes Mauthausen-Gusen und sammelte Dokumente, Fotos, Memoiren, Zeichnungen, Publikationen und Artikel über die Funktionsweise des Lagers und die Existenz der Gefangenen. Vor seinem Tod teilte Dobosiewicz sein umfangreiches Archiv und übergab die gesammelten Materialien an verschiedene Institutionen. Ein Teil dieser Materialien gelangte auf diese Weise in den Besitz der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung” in Warschau.

Da diese Sammlungen eine wertvolle historische Quelle für die wissenschaftliche Erforschung des Konzentrationslagers Mauthausen-Gusen darstellen, entschloss sich die Stiftung dazu, diese Dokumente zu digitalisieren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, dem Gedenkdienstkomitee Gusen sowie verschiedenen Organisationen ehemaliger Häftlinge und ihrer Nachkommen realisiert und vom Zukunftsfonds der Republik Österreich finanziell unterstützt.